Ein Ende der Sturmtief-Serie ist in Sicht
Bis Montag noch viel Regen und Wind, danach wird es frühlingshafter

15.03.2019: Mit einer sehr aktiven Westwetterlage zieht der März derzeit alle Register. Gesteuert von einem umfangreichen Zentraltief zwischen Island und Skandinavien ziehen in rascher Folge Tiefausläufer mit ihren Frontensystemen über Mitteleuropa hinweg.
Dabei hat am Sonntag das sich rasch intensivierende Sturmtief EBERHARD auch im Saarland heftig gewütet und viele Schäden angerichtet, was angesichts von Windstärke 10 bis 11, also schweren Sturmböen von über 100 km/h bis hin zu örtlich orkanartigen Böen von 115 km/h wie in Tholey, nicht verwunderlich war.
Auch in dieser Woche geben sich die Sturmtiefs quasi die Klinke in die Hand – auf FRANZ folgte gestern GEBHARD und heute steht schon Tief HEINZ vor der Tür. Mit launisch-stürmischer Witterung mal mit milder, mal mit kühlerer Luft probt der März bereits den April.
Doch das Ende der markanten Sturmserie deutet sich an. Nach dem Wochenende kommt es zu strukturellen Veränderungen der Großwetterlage, denn die Westwindlage verliert an Dynamik, so dass ein Hochkeil für Wetterberuhigung sorgen kann – Hoch HANNELORE beschert pünktlich zum kalendarischen Frühlingsanfang Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen.
Doch bis es soweit ist, bleibt es bis Montag noch sehr wechselhaft, nass und windig. Nachdem gestern Sturmtief GEBHARD heftigen Dauerregen gebracht hat, zieht heute schon sein Nachfolger HEINZ als Sturmtief von Schottland zur Ostsee. Durch dessen Warmfront setzen heute morgen kräftige, lang anhaltende Regenfälle ein. Der Südwestwind frischt wieder stark auf mit stürmischen Böen bei Höchstwerten um 10 Grad.
Morgen ist es anfangs noch trüb und regnerisch, im Tagesverlauf klingt der Regen ab und nachmittags gibt es Auflockerungen mit etwas Sonne. Da wir in den breiten Warmsektor des neuen Wellentiefs IGOR bei Irland geraten, steigen die Temperaturen auf 12 bis 14 Grad ein und der auf Süd drehende Wind weht mit starken Böen.
Der Sonntag startet zunächst freundlich, ehe rasch die Bewölkung mit Annäherung des Tiefs zunimmt. In der zweiten Tageshälfte greift die Kaltfront des sich zu einem Sturmtief verstärkenden Tiefs IGOR mit schauerartigen Regenfällen über. Dabei sind vorübergehend wieder Sturmböen möglich. Aus Nordwesten strömt maritime Polarluft ein, so dass die Temperaturen auf Werte um 8 Grad zurückgehen. Gegen Abend sind auch kurze Gewitter durch die Höhenkaltluft denkbar. Rückseitig des zum Baltikum abziehenden Tiefs IGOR dehnt sich am Montag ein Höhentrog nach Mitteleuropa aus und führt zu Aprilwetter im März. Bei wechselnder bis starker Bewölkung müssen wir mit kräftigen Regen- und Graupelschauern rechnen, die erneut teils gewittrig sein können. Es bleibt windig und kühl bei Höchstwerten um 6 Grad; in Schauernähe treten nochmals starke Böen auf.
Am Dienstag streckt endlich ein Keil des Azorenhochs seine Fühler zu uns aus und sorgt für deutliche Wetterbesserung. Es ist wolkig mit Aufheiterungen und trocken bei 6 bis 8 Grad.
Zur Wochenmitte baut sich genau über Deutschland das Hochdruckgebiet HANNELORE auf, das wahrscheinlich bis Samstag mit viel Sonnenschein und einem Temperaturanstieg auf frühlingshafte Werte unser Wetter bestimmen soll. In den klaren Nächten muss mit leichtem Frost gerechnet werden und tagsüber geht es von Tag zu Tag aufwärts mit den Temperaturen. Während am Mittwoch 9 bis 11 Grad erreicht werden, wird es bis Samstag sehr mild mit 13 bis 17 Grad. Ab Sonntag könnten aus Nordwesten aber Tiefausläufer übergreifen, so dass es wieder kühler und wechselhafter wird.